BALU und DU

 

   

 

"Balu und DU" ein freiwilliges Engagement für fröhliche Kinder!

wir unternehmen was, wir haben Spaß,wir vertrauen uns!

 

 

„Balu und Du“ ist ein ehrenamtliches Projekt, das Kinder im Grundschulalter fördert und unterstützt. Das Projekt kümmert sich um Kinder, die aus den verschiedensten Gründen ein bisschen mehr Zuwendung benötigen. Die Kinder sollen neben Familie und Schule eine weitere Chance erhalten, ihre positiven Anlagen zu entwickeln. Sie erhalten neue Anregungen über das familiäre und schulische Umfeld hinaus und bauen auf diese Weise Selbstvertrauen auf,

Das Mentorenprojekt stärkt Kinder in einer Lebensphase, die wir auch als Übergangsphase von der Kindheit in das Jugendalter bezeichnen können, wo sie noch beeinflussbar sind. Kinder in diesem Alter lassen sich noch schnell auf eine Bindung ein und bauen eine Beziehung auf. Über diese Beziehungsarbeit sind auch neue Lernchancen für das Kind gegeben.

Wenn Jugendliche im Alter von 14 oder 16 Jahren auffällig werden, sind meist schon etliche Chancen vertan worden, um die kindliche Entwicklung in eine positive Richtung zu lenken.

„Balu und Du“ versteht sich als ein Präventivprogramm zur Vermeidung von Devianz, Aggression und Gewalt im Jugendalter.

Es will dazu beitragen, dass frühe Entwicklungsdefizite ausgeglichen und neue soziale Orientierungen und moralische Fundamente vermittelt werden.

 

Das Projekt wurde 2001 von der UNI Osnabrück basierend auf vergleichbaren Projekten in Israel und Schweden durch Frau Professor Dr. Müller–Kohlenberg ins Leben gerufen.

Der Verein „Balu und Du e.V.“ ist als gemeinnütziger Verein anerkannt

 

Bundesweit sind die tragenden Säulen des Projektes:

  • die wöchentlichen Treffen mit den „Moglis“
  • die regelmäßigen elektronischen Tagebucheintragungen und
  • die wöchentlichen oder 14tägigen Begleittreffen zum Erfahrungsaustausch.

 

Seit dem Schuljahr 2006/07 beteiligt sich das St. Franziskus Berufskolleg an dem bundesweiten Projekt „Balu und Du“.

                                                

 

 

     Warum die Umschreibung "Balu und Du"

 

Im Dschungelbuch von Rudyard Kipling finden wir die Beschreibung eines Freundespaares: Der große Bär Balu, der sich im Dschungel auskennt, begleitet das Menschenkind Mogli ein Stück durch die Wirrungen und Gefahren des Dschungelalltages. Balu lässt viele Erfahrungen zu und schützt wenn es nötig ist. Er zeigt Mogli die Regeln des Zusammenlebens auf und lehrt ihn, dass man sich auf Freunde verlassen kann. Balu bringt Mogli nach einer gemeinsamen Wanderung sicher zum Dorf der Menschen.

Mogli ist gewachsen auf diesem Weg und fühlt sich stark nun allein den weiteren Weg zu gehen und neue Kontakte und Freude zu finden.

Die Beschreibung dieses Freundespaares kommt dem Mentorenprojekt „Balu und Du“ sehr nahe. Die persönliche Beziehung im Verhältnis „eins zu eins“ ist die tragende Säule des Projektes.

                                                          

                                                   

 

 Wer wird Balu?

 

 

„Balus“ sind junge, zuverlässige Erwachsene, die über eine gewisse Wegstrecke den „Moglis“ Aufmerksamkeit schenken und ein offenes Ohr für das Kind haben. Die bereit sind, sich auf die Wünsche und Ideen der Kinder einzulassen, die davon überzeugt sind, dass positive Erlebnisse sich auch auf andere Lebenssituationen übertragen lassen und die Kinder stärken ihren Lebensweg mit Optimismus zu gehen, auch wenn das Umfeld durch unterschiedlichste Belastungen nicht immer förderlich ist.

 

Schüler/innen der Klasse 12 des Bildungsganges Erzieher und allgemeine Hochschulreife (EAHR) unseres Berufskollegs begleiten für ein Schuljahr einmal in der Woche für ein paar Stunden ein Grundschulkind (Mogli) auf dem oftmals schwierigen Weg ins Jugendalter. In der Rolle eines Mentors, eines großen Vertrauten oder eines großen Freundes stehen sie den Kindern in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Die Balus haben Zeit für das einzelne Kind. Sie hören zu, wenn es etwas zu erzählen gibt. Sie überlegen mit, wenn ein Kind Fragen hat und finden gemeinsam eine Antwort oder Lösung. Sie zeigen dem Kind auch Alternativen auf in Konfliktsituationen mit Mitschülern. Sie interessieren sich für die Lebenswirklichkeiten der Kinder und entwickeln mit ihnen neue Handlungsstrategien in schwierigen Situationen, Sie unternehmen im Freizeitbereich unterschiedlichste Aktionen und eröffnen neue Erfahrungsfelder für ihre „Moglis“ Sie entdecken und wecken schlummernde Begabungen der Kinder. Sie haben Freude an gemeinsamen Aktivitäten. Sie schenken den Kindern Vertrauen und durch die Freundschaft auch mehr Selbstvertrauen, was sich in der Schule auch wieder positiv auswirken kann.

 

Interessierte Schüler/innen aus den anderen Bildungsgängen sind herzlich willkommen!!

                                        

 

 

       Welche Kinder werden angesprochen?

 

 

  

„Moglis“ sind Kinder im Grundschulalter zwischen 6 und 10 Jahren, die sich auf dem schwierigen Weg ins Jugendalter befinden. In diesem Dschungel gibt es viele neue Erfahrungen und Herausforderungen, aber auch viele Gefahren und Irrwege.

Zu Schuljahresbeginn nehmen wir Kontakt zu den wohnortsnahen Grundschulen unserer Schüler/innen auf und stellen das Projekt vor. Die zentrale Frage lautet immer: „Gibt es einzelne Kinder oder Familien in der Klasse, um die sich Sorgen machen“? „Fallen Ihnen Kinder ein, die einen jungen Erwachsenen als Freund und Begleiter in dieser oftmals schwierigen Entwicklungsphase benötigen“?

Die Vielfalt der Sorgen ist groß: Kinder, die sehr zurückgezogen sind, die sich wenig zutrauen, die in der Klasse nichts zu sagen haben, die wenig Freunde finden, die aufgrund ihrer Herkunftsfamilie noch sprachliche Probleme haben, Kinder, die innerhalb der Familie wenig Anregungen bekommen, weil sich die Familie zur Zeit in einer schwierigen Situation befindet oder Kinder, die sich momentan nicht in eine Klassengemeinschaft integrieren können und immer wieder „anecken.“

„Balu und Du“ löst nicht alle Probleme, schafft aber für die betroffenen Kinder eine Entlastung und einen Ausgleich!

Im Rahmen einer 1:1 Betreuung erleben die Kinder eine intensive Zuwendung und können sich von einer ganz anderen Seite zeigen und sich neu erleben.

 

Die Resonanz der Grundschulen ist zum größten Teil positiv. In der Regel ist der Bedarf größer, als wir ihn durch unsere Schüler/innen abdecken können.

 

Mittlerweile wurden an unserem Berufskolleg in den letzten fünf Schuljahren über 70 Gespanne gestiftet und wir sind zum Schuljahresbeginn 11 12 mit 25 neuen Gespannen gestartet.

 

                                                              Wie werden die Treffen vor Ort begleitet?

 

 

Die „Balus“ schreiben nach jedem Treffen ihre Erlebnisse und Erfahrungen in ein elektronisches Tagebuch. Dieses ist die Grundlage für die wöchentliche Begleitung am Standort Schule. Die Schüler reflektieren unter Anleitung ihre Treffen und es findet eine praktische Beratung bei Problemen statt, daneben werden Ideen für weitere Treffen ausgetauscht oder praktisch erprobiert. Ebenso dienen die Tagebücher dazu eine dichte Begleitung (und in gewisser Weise auch eine Überwachung) der Beziehung zwischen Mogli und Balu zu sichern. Da das Projekt eine enge persönliche Beziehung anstrebt, muss darauf geachtet werden, dass Gefahren einer zu großen Nähe minimiert werden.

 

                         Was lernen unsere Schülern/innen?  

                                    Das Projekt ist ein Abenteuer!

 

Es beginnt mit dem Erstkontakt in einer fremden Familie. Wie werde ich empfangen? Kann ich auf alle Fragen eine Antwort geben? Wie reagiert das Kind auf mich?

Oftmals werden die Schüler/innen zum ersten Mal mit Armut innerhalb einer Familie konfrontiert. Armut an finanziellen Möglichkeiten und Armut von Atmosphäre im zwischenmenschlichen Bereich.

Es findet in der Regel ein Gespräch mit dem/der Lehrer/in der Grundschule oder mit der OGGS statt!

Die ersten Treffen sind manchmal mühsam, weil die Kinder noch nicht viel erzählen und zum Teil sehr verschlossen sind.

Unsere Schüler/innen erkennen in Laufe der Treffen, dass Beziehungsarbeit Zeit benötigt und Beziehung sich erst langsam entwickelt.

Sie sehen die Welt aus dem Blickwinkel der Kinder und lassen sich auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder ein.

Insgesamt wichtige Qualifikationen für den späteren Beruf des Erziehers/derErzieherin

 

                                Wer finanziert das Projekt? 

 

Pro Monat stehen den Gespannen 10.00€ zur Verfügung! Dieses Geld kann beliebig genutzt werden für Kinobesuche, Schwimmbadbesuche, Bastelmaterialien usw.

Das Projekt wird bundesweit getragen über die Spendenaktion „Lichtblicke“, weil Menschen Hoffnung brauchen und über die „Hit Stiftung“.

Private Spender zeigen vor Ort ihre Verbundenheit!

In diesem Schuljahr sind wir glücklich über

  • die Spende des Lionsclub Hammona von 1000.00 €,
  • einer Zuwendung aus der Sparlotterie der Sparkasse Hamm von 500.00€ verbunden mit Eintrittskarten für den Tierpark Hamm,
  • die Kostenübernahme für das erste Schulhalbjahr für die monatlichen Taschengelder der Balu und Du Gespanne der Aktion „Menschen in Not“
  • ermäßigte Eintrittspreise in der Erlebnistherme Maximare