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Erzieher*in (konsekutive Ausbildungsform)

Beschreibung

Die gestiegenen Anforderungen an Kinder und Jugendliche erfordern mehr denn je professionelle ausgebildete Fachkräfte. Dies hat zur Folge, dass Erzieher*innen in Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe vielfältige Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben eigenverantwortlich übernehmen.

 

Im Verlauf eines persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozesses bearbeiten die Studierenden Entwicklungsaufgaben und Lernfelder, in denen berufliche Handlungserfordernisse fachwissenschaftlich und praxisbezogen verbunden werden.

 

Die Ausbildung zur/zum Erzieher*in an der Fachschule dauert insgesamt 3 Jahre.

 

Sie gliedert sich in eine vollzeitschulische Ausbildung in den ersten beiden Jahren, in denen die Studierende Praktika in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe  absolvieren und in das sich anschließende Berufspraktikum.

 

Unser Unterricht der Fachschule für Sozialpädagogik orientiert sich an beruflichen Problem- und Aufgabenstellungen (Lernsituationen), die als Schrittfolge des Problemlösungsprozesses bearbeitet werden um berufliche Kompetenzen zu erwerben.

Ein Problem meint dabei, dass eine berufsbezogene Situation bewältigt wird, ohne dass ein einfaches Rezept oder eine nahe liegende Routinehandlung vorliegen. Daraus ergibt sich eine große Formenvielfalt der gemeinsamen Gestaltung des Unterrichts und der Leistungsnachweise.

 

Praktikumsphasen: Sechzehn Wochen in zwei Jahren

Orientierungspraktikum, Tagespraxis, Blockpraktikum und Oberstufenpraktikum ermöglichen Ihnen in Ihren Ausbildungseinrichtungen über einen langen Zeitraum Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu begleiten und Beobachtungs- und Methodenkompetenzen aller Art zu erwerben.

 

Unterstufe

Die drei  Praktikumsphasen der Unterstufe in einer Tageseinrichtung für Kinder umfassen die Orientierungswoche, fünfzehn Tage Tagespraxis und ein fünfwöchiges Blockpraktikum.

Dazu stellen wir einen Pool von Praktikumsplätzen zur Verfügung, die wir mit Ihnen zusammen in den Klassen verteilen.

In der Zeit der Tagespraxis beraten wir Sie über vier Monate von Woche zu Woche im Unterricht: Wir ermitteln Ihren individuellen Lernbedarf, stellen Planungen vor, beraten und entwickeln Bildungsangebote gemeinsam weiter.

 

Oberstufe

In der Oberstufe erproben Sie sich in einem neuen Arbeitsfeld Ihrer Wahl,  z.B. in einer Einrichtung der Jugendhilfe, in einer U3 – Gruppe, im Offenen Ganztag (acht Wochen).

 

Während Ihrer gesamten Ausbildung dokumentieren Sie Ihre Lernwege und Erfahrungen in einem Portfolio. Dieses sehr persönliche Dokument, das für uns regelmäßig zum Gesprächsanlass wird, enthält zum Beispiel Ihre Praktikumsplaner, Beobachtungen, Notizen zu Ihren Projekten, Ideen und Planungen zu Bildungsangeboten und zu alltagsbegleitendem Handeln, Reflexionskriterien und Reflexionen, Arbeitsergebnisse aus dem Unterricht.

Vorrangiges Ziel der Praxisbesuche durch Lehrer*innen der Fachschule ist, Sie mit allen am Ausbildungsprozess Beteiligten in Schule und Praktikumseinrichtung zu beraten. Ihre praktischen Leistungen umfassen Planungen und Reflexionen von Bildungsangeboten, Spielzeitgestaltungen und anderen Aktionen,  Einschätzungen zum Erzieher*innenverhalten sowie Ihr Portfolio.

In allen Praktikumsphasen entwickeln Sie eine professionelle Gestaltung Ihres Alltagshandelns und der Spielzeit sowie ein flexibles Methodenrepertoire zu Bildungsangeboten aus möglichst vielen Bildungsbereichen der Bildungsgrundsätze des Landes Nordrhein Westfalen.

 

Das Fachschulexamen am Ende der Oberstufe qualifiziert Sie durch drei Prüfungsklausuren für die Versetzung in das Berufspraktikum.

Fachoberschulreife und

Abschluss der FOS11 und FOS12 mit beruflichen Kenntnissen und Fachhochschulreife (Sozial- und Gesundheitswesen)

  • oder

Berufsabschluss Sozialassistent*in bzw. Kinderpfleger*in

  • oder

Abschluss einer Berufsfachschule mit erweiterten beruflichen Kenntnissen und Fachhochschulreife (Sozial- und Gesundheitswesen)

  • oder

Hochschulzugangsberechtigung und 6 Wochen Praktikum (Vollzeit) in einer sozialpädagogischen Einrichtung (in Teilzeit entsprechend länger)

  • oder

Mittlerer Schulabschluss (FOR) und eine abgeschlossene Berufsausbildung (nicht-einschlägig) und 6  Wochen Praktikum (Vollzeit) in einer sozial-pädagogischen Einrichtung (in Teilzeit entsprechend länger)

  • gute sprachliche und kommunikative Kompetenzen
  • Bereitschaft soziale Verantwortung zu übernehmen
  • Respekt und Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen
  • Freundlichkeit, Höflichkeit und Zuverlässigkeit
  • Offenheit gegenüber den Grundsätzen der katholischen Kirche

Das Fachschulexamen besteht aus einem theoretischen Prüfungsteil am Ende des vorwiegend theoretischen Ausbildungsabschnittes (nach 2 Jahren) und einem berufsfachlichen Kolloquium  am Ende des Berufspraktikums. Das Berufspraktikum schließt sich in der Regel an den theoretischen Ausbildungsteil an. Es dauert 12 Monate.

Das Berufspraktikum ist in einer anerkannten Einrichtung der Fachrichtung unter Anleitung einer Fachkraft abzuleisten. Die oder der Studierende wählt mit Zustimmung der Schulleitung die Ausbildungsstätte.

Haben Sie noch Fragen?

Kontaktperson: Frau Anne Brockmeyer

a.brockmeyer@franziskus-berufskolleg.de

Auch unser Sekretariat informiert Sie gerne:

Tel. 02381-25281 / franziskusbk@franziskus-berufskolleg.de

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